Allgemeine Parameter > Kapitel Stammdaten > Parameter DEPMGTMOD (Modus Skontoverwaltung) 

Verwenden Sie diesen Parameter, um die Berechnungs- und Generierungsmethode der gewährten Skonti im Fall einer vorzeitigen Zahlung sowie der Verzugszinsen im Fall einer verspäteten Zahlung anzugeben.

Steuerabschlag

Dieser Verwaltungsmodus entspricht dem der Regierungen, die die Berechnung und Buchung der fälligen Steuern nur auf den skontierten Betrag der Rechnung zulassen (die Rechnung wird jedoch zum Fälligkeitstermin beglichen und ist daher ohne Skonto). Diese Methode wurde insbesondere in Großbritannien bis Ende März 2015 verwendet.

Funktionsweise:

Das Skonto entspricht einem Nachlass sowohl auf den Nettobetrag als auch auf den Betrag der ersten Steuer (USt.).
Der Nachlass auf den Steuerbetrag wird auf der Rechnung berücksichtigt, wohingegen der Nachlass auf den Nettobetrag lediglich bei Zahlung wirksam wird.
Ist auf einer Rechnung ein Skontocode ausgewiesen, wird dieser ab der Rechnungsgenerierung systematisch auf die USt. angewandt. Sekundärsteuern (parafiskalische und Sondersteuern) sind nicht betroffen.

Bei Rechnungserfassung (Verkauf oder Einkauf) beruht die Berechnung auf einem Skontocode und einem zugeordneten Rechnungselement (zu diesem muss der Indikator Steuerabschlag aktiv sein). Dieses Rechnungselement wirkt sich nur auf den USt.-Teil aus. Der angewendete Abschlagsatz entspricht dem, mit dem höchsten absoluten Wert unter den negativen Sätzen (Skontosätze).

Auf Einkaufs- und Verkaufsrechnungsebene wird der Steueabschlag in der Steuerübersicht und in der Tabelle der Rechnungselemente berechnet, wo er sich auf die Basis der wichtigsten Steuern auswirkt.

Auf Verkaufsrechnungsebene wird das Rechnungselement des Skontocodes nicht in der Tabelle der Rechnungselemente oder in der Tabelle der Rechnungsbewertung angezeigt. Dieses Rechnungselement wird hingegen in der Berechnung der Rechnung berücksichtigt, wo es sich auf die Basis der Steuercodes (USt.) auswirkt.

Bei der Zahlung kann in Abhängigkeit des Ausführungsdatums eine Skontozeile generiert werden: sie ändert den Nettobetrag, ohne die USt. zu ändern (bereits berücksichtigt).

SEEINFODer Modus Steuerabschlag wird angewendet:

    • Die Berechnung der Skontobeträge in der Zahlungserfassung / im Zahlungsvorschlag muss stets sämtliche Steuern umfassen, wohingegen die Berechnung der Skontobasis auf dem Nettobetrag beruht, da das Skonto auf die Umsatzsteuer bereits bei Rechnungsanlage abgezogen wurde.
    • Sämtliche Rechnungselemente werden als skontorelevant betrachtet. Dies gilt auch, wenn der Indikator Skontierfähig in der Parametrisierung der Rechnungselemente nicht aktiviert ist:

Aufschlüsselung nach Steuer (Rechnungsebene)

Dieser Verwaltungsmodus entspricht dem normalerweise von den Unternehmen mit Rechtsordnung verwendeten, die eine USt.-Erklärung erfordern (Frankreich, Spanien, ...).

Funktionsweise:

Der Skontoanwendungsperimeter wird auf Rechnungsebene bestimmt:

Für die Zahlungen wird bei der Generierung des berechneten Skontos die Umsatzsteueraufschlüsselung der Originalrechnung beachtet.

Beispiel:

Verkauf von Material mit einer USt. von 20%, begleitet von einer Dokumentation mit einer USt. von 7%.

Bezeichnung

Soll

Haben

Material

10.000,00.

USt. auf Material

2.000,00.

Die Dokumentation

1.000,00.

USt. auf Dokumentation

70,00.

Gesamtsumme der Rechnung (Gesamt zu zahlen)

13.070,00.

Wird bei einer vorzeitigen Zahlung ein Skontocode von 10% auf diese Rechnung angewendet, wäre der Skontobetrag bei 1.307,00.
Bei der Zahlung werden zwei Skontozeilen generiert:

  • eine Zeile von 1.200,00 für den Satz von 20% der in der Buchhaltung zu einer Nettozeile von 1.000,00 führt, und ein Korrekturbetrag von 200,00.
  • eine Zeile von 107,00 für den Satz von 7% der in der Buchhaltung zu einer Nettozeile von 100,00 führt, und ein Korrekturbetrag von 7,00.

Globale Berechnung

Diese Verwaltungsart entspricht üblicherweise der von Unternehmen verwendeten und verwaltet nicht die USt. (USA).

Funktionsweise:

Der Skontoanwendungsperimeter ist wie in der Option Aufschlüsselung nach USt. - Rechnungsebene festgelegt.

Für die Zahlungen ist die Skontogenerierung global und berücksichtigt nicht die Struktur der Originalrechnung.

Beispiel:

Im Beispiel der oben dargestellten Rechnung wird bei der Zahlung eine einzige Skontozeile für einen Betrag von 1.307,00 generiert.
In diesem Kontext muss das Skontierungskonto des Buchungsziels normalerweise mit einer Steuerverwaltung vom Typ „Nicht unterlegen“ parametrisiert werden, oder das Buchungsziel muss ohne Steuerverwaltung sein.

Aufschlüsselung nach Steuer (Kontenebene)

Diese Verwaltungsart entspricht dem normalerweise von Unternehmen mit deutscher oder österreichischer Rechtsordnung verwendeten.

Funktionsweise:

Der Umfang der Skontoanwendung wird anhand des Kontenplans ermittelt (Status Skontierfähig in der Tabelle Konten); Dieser Umfang hängt daher von dem Buchungsbeleg des beglichenen offenen Postens ab.

Für die Zahlungen wird bei der Generierung des berechneten Skontos die Umsatzsteuerumlage der Originalrechnung beachtet.

Beispiel:

Siehe Beispiel oben im Modus Aufschlüsselung nach Steuer (Rechnungsebene)


SEEINFODer Modus Aufschlüsselung nach Steuer (Kontenebene) wird angewendet:

    • Der Betrag der Skontierungsbasis wird nie in den Verkaufs-, Einkaufs- oder Personenkontenbuchhaltungsrechnungen angezeigt.
    • Sämtliche Rechnungselemente werden als skontorelevant betrachtet. Dies gilt auch, wenn der Indikator Skontierfähig in der Parametrisierung der Rechnungselemente nicht aktiviert ist:

Steuerabschlag (steuerfrei) / Gesamt

Diese Verwaltungsart entspricht dem normalerweise von Unternehmen mit belgischer Rechtsordnung verwendeten.

Ist der der Rechnung angehängte Skontocode mit einem Rechnungselement verknüpft, ist die Verwaltungsart Steuerabschlag (steuerfrei).
Ist der Skontocode mit keinem Rechnungselement verknüpft, ist die Verwaltungsart Global

1/ Modus Steuerabschlag (steuerfrei)

Dieser Modus wird angewendet, wenn der auf der Rechnung angegebene Skontocode mit einem Rechnungselement verknüpft ist.

Funktionsweise:

Die Skontoberechnung ist zum Teil gleich wie der Modus Steuerabschlag.
Das Skonto entspricht einem Nachlass sowohl auf den Nettobetrag als auch auf den Betrag der ersten Steuer (USt.).
Der Nachlass auf den Steuerbetrag wird auf der Rechnung berücksichtigt, wohingegen der Nachlass auf den Nettobetrag lediglich bei Zahlung wirksam wird.
Ist auf einer Rechnung ein Skontocode ausgewiesen, wird dieser ab der Rechnungsgenerierung systematisch auf die USt. angewandt. Sekundärsteuern (parafiskalische und Sondersteuern) sind nicht betroffen.

Auf Einkaufs- und Verkaufsrechnungsebene wird der Steuernachlass in der Steuerübersicht und in der Tabelle der Rechnungselemente berechnet, wo er sich auf die Basis der wichtigsten Steuern auswirkt.

Auf Verkaufsrechnungsebene wird das Rechnungselement des Skontocodes nicht in der Tabelle der Rechnungselemente oder in der Tabelle der Rechnungsbewertung angezeigt. Dieses Rechnungselement wird hingegen in der Berechnung der Rechnung berücksichtigt, wo es sich auf die Basis der Steuercodes (USt.) auswirkt.

Auf Personenkontenrechnungsebene werden die Rechnungselemente in den Rechnungszeilen gespeichert. Für jede Rechnungszeile wird das Skonto auf Steuern nur angewendet, wenn das Kontrollkästchen Skonto aktiviert ist.

SEEINFODer Modus Steuernachlass (befreit) wird angewendet:

  • Die Berechnung der Skontobeträge in der Zahlungserfassung / im Zahlungsvorschlag muss stets sämtliche Steuern umfassen, wohingegen die Berechnung der Skontobasis auf dem Nettobetrag beruht, da das Skonto auf die Umsatzsteuer bereits bei Rechnungsanlage abgezogen wurde.
  • Unabhängig vom Rechnungselement des Skontocodes können andere Rechnungselemente auf den Einkaufs- oder Verkaufsrechnungen erfasst werden.
    Die Elemente vom Typ Abschlag werden immer berücksichtigt.

    Die Elemente vom Typ Zuschlag werden nur berücksichtigt, wenn der Indikator Skontierfähig auf Ebene des Parameters der Rechnungselemente aktiviert ist.

Bei Rechnungserfassung beruht die Berechnung auf einem Skontocode mit Berechnungsperimeter Brutto und einem zugeordneten Rechnungselement (zu diesem muss der Indikator Steuerabschlag aktiv sein). Dieses Rechnungselement wirkt sich nur auf den USt.-Teil aus. Der angewendete Abschlagsatz entspricht dem, mit dem höchsten absoluten Wert unter den negativen Sätzen (Skontosätze).

Rechnungsbuchung:

Bei Buchung der Rechnung wird der Teil der Rechnung auf einem normalen Aufwands- oder Erlöskonto gespeichert, in einer separaten Buchungszeile, wenn der Skontobetrag einem befreiten Steuercode angehängt werden muss. Dieser befreite Steuercode ist im Parameter DEPEXETAX - Steuercode Skonto (Kapitel TC, Gruppe INV) definiert.

Beispiel für Buchhaltung Personenkonten:

Ausgangsrechnung mit zwei Rechnungszeilen und einem Steuersatz von 2%.
Zeile 1: Konto 701001, Nettobetrag: 1.000, Kontrollkästchen Skonto aktiviert, Steuer: 21%
Zeile 2: Konto 701001, Nettobetrag: 1.000, Kontrollkästchen Skonto nicht aktiviert, Steuer: 21%

Der skontierfähige Betrag, auf den die Steuer berechnet wird, ist gleich:
- Zeile 1: 1.000 + 1 = 980
- Zeile 2: 1.000.

Es wird folgende Buchung erzeugt:

Konto

Soll

Haben

Steuercode

4 * Kunde

2.415,80.

7* Artikel (Steuerpflichtig)

1.980,00 (1)

001.

7* Artikel (Steuerpflichtig)

20,00(2)

Steuerbefreiungscode definiert durch
Parameter DEPEXETAX - Steuercode Skonto

USt.

415,80 (3)

001.

(1) 1.980,00 = 980,00 für Zeile 1 + 1.000,00 für Zeile 2
(2) 20 = 1.000,00 * 2% (2% Skonto auf Zeile 1)
(3) 415,80 = 980,00 * 21% (Zeile 1) + 1.000,00 * 21% (Zeile 2)

2/ Modus Global

Dieser Modus wird angewendet, wenn kein Skontocode auf der Rechnung angegeben ist oder wenn der auf der Rechnung angegebene Skontocode nicht mit einem Rechnungselement verknüpft ist.

Funktionsweise:

Diese Verwaltungsart ist gleich dem Modus Globale Berechnung.
Die Skontierbasis wird nach der Rechnungserfassung berechnet und angezeigt. Die Skontierbasis hängt ab:

  • vom Netto- oder Bruttobetrag, je nach Berechnungsperimeter (Netto oder Brutto), der im Skontocode der Rechnung definiert ist.
  • abhängig von den Rechnungselementen, die als skontierfähig in den Verkaufs- oder Einkaufsrechnungen definiert sind; in den Personenkontenrechnungen ist das Kontrollkästchen Skonto für die Zeilen der Rechnungselemente aktiviert oder deaktiviert.

Im Gegensatz zum Modus Steuernachlass (befreit) hat der Modus Global keinen Einfluss auf die Steuerbetragsberechnung oder die Rechnungsbuchung.

Besonderheiten für Rechnungselemente mit Berechnungsgrundlage Brutto für Einkaufs- und Verkaufsrechnungen: unabhängig vom Skontoberechnungsperimeter (Brutto oder Netto) wird immer der Bruttobetrag des Rechnungselements berücksichtigt. Der Nettobetrag kann für diesen Elementtyp nicht bestimmt werden.

Für die Zahlungen ist die Skontogenerierung global und berücksichtigt nicht die Struktur der Originalrechnung. Die möglicherweise generierte Skontozeile basiert auf dem Steuercode des Skontokontos, falls dieses steuerpflichtig ist.

Lokalisierungsebene / Globale Variable

Der Parameter wird auf folgender Ebene definiert: Unternehmen.Gehört zum Kapitel TC (Stammdaten) und zur Gruppe INV (Regeln Rechnungsstellung),Dort befinden sich auch die folgenden Parameter :

Die globale Variable GDEPMGTMOD ist ihm zugeordnet.

Betroffene Funktionen

Dieser Parameter wirkt sich auf folgende Funktionen aus: :

 Buchhaltung Personenkonten > Rechnungserfassung > Ausgangsrechnung

 Buchhaltung Personenkonten > Zahlungen > Zahlungserfassung

 Parameter > Einkauf > Rechnungselemente

 Einkauf > Rechnungseingang > Rechnungseingang

 Verkauf > Rechnungen > Rechnungen

 Stammdaten > Personenkontentabellen > Skontobedingungen

 Buchhaltung Personenkonten > Zahlungen > Zahlungsvorschlag(sliste)

Bemerkungen

Einschränkung der Skontoverwaltungsarten

Einschränkung der Rechnungsverwaltung 

Generierung einer Anlagenveräußerungsausgangsrechnung

Im Fall einer generierten Rechnung bei Ausgabe einer Anlagenveräußerung ist das Kontrollkästchen Skonto immer in jeder Rechnungszeile deaktiviert. Es darf nicht aktiviert sein, damit es nicht zu einer Phasenverschiebung zwischen den Brutto- und Steuerbeträgen der Rechnung und den in der Anlage angegebenen kommen kann.

Einschränkung der Zahlungstransaktionsverwaltung

Bei Zahlungsanlage

Die Skontozeile wird automatisch generiert. Der Skontobetrag wird nur berechnet, wenn Sie die Rechnung nach Picking auswählen, oder wenn die Zahlung über die Funktion Automatischer Zahlungsvorschlag generiert wurde.
Im Fall einer Zahlung, bei der der offene Posten direkt aus dem Feld Buchungen ausgewählt wurde, wird der Skontobetrag nicht ausgefüllt, wenn eine mit dieser Rechnung verbundene Skontozeile anschließend manuell hinzugefügt wird.

Teilzahlung der Rechnung

Im Fall der Teilzahlung einer Rechnung mit Skontocode, mit oder ohne Rechnungselement, wird der Skontobetrag nicht berechnet, auch wenn Sie die Rechnung nach Picking auswählen. Die Skontozeile wird nicht generiert.

Beispiel:

Sie erstellen eine Zahlung über 100 € und wählen eine Rechnung mit einer einzigen Fälligkeit von 120 € nach Picking aus. Das System initialisiert den beglichenen Betrag der Rechnung über 100 €, berechnet aber nicht das Skonto. 

Anzahlung und Berechnung von Skonto/Anzahlung

Im Fall einer Anzahlung wird die Skontoberechnung nicht verwaltet.
Die Skontoberechnung erfolgt je nach Skontoverwaltungsart Global.

Einschränkungen für die Skontoverwaltungsart Steuerabschlag (steuerfrei) / Gesam

Einschränkung der Rechnungsverwaltung

Netto- oder Bruttoerfassung in den Personenkontenrechnungen

Wird eine Personenkontenrechnung mit einem Skontocode von Rechnungselementen erfasst, und zwar in einem Unternehmen, für das der Parameter DEPMGTMOD - Skontoverwaltungsart (Kapitel TC, Gruppe INV) den Wert Steuerabschlag (steuerfrei) / Gesamt hat, muss die Betragserfassungsart eine Nettoerfassungsart sein.

Einschränkungen für die Aktion Zahlung in Verkaufsrechnungen

Aktuell müssen Sie für eine Rechnung, die ein Skonto enthält, das der Skontoverwaltungsart Steuerabschlag (steuerfrei) / Gesamt unterliegt, die Zahlung im Modul Buchhaltung Personenkonten ausführen, und nicht über die Aktion Zahlung.

Einschränkungen für die Verkaufsdokumente und die Rechnungselemente mit Bruttopreis

  • Der Nettobetrag des Verkaufsdokuments oder des Rechnungselements wird neu berechnet, indem der Steuersatz vom Bruttobetrag abgezogen wird.
  • Der Skontosatz wird auf den neu berechneten Nettobetrag angewendet.
  • Der Bruttobetrag kann dann abhängig von der neuen Steuerbasis angepasst werden.